Nachhaltig zu leben und gleichzeitig Geld zu sparen, ist auch für junge Familien möglich, denn bewusste Alltagsentscheidungen schonen die Umwelt und entlasten gleichzeitig den Geldbeutel. Dabei sind unter anderem staatliche Förderungen ein bedeutender Faktor. Ein Beispiel ist der Kinderfreibetrag, der Familien steuerlich entlastet und damit finanziellen Spielraum schafft. Wie das funktioniert und welche weiteren Wege zu einem nachhaltigen und zugleich wirtschaftlichen Familienleben führen, zeigen wir dir in diesem Beitrag.
Nachhaltig leben im Familienalltag
Viele Eltern greifen gern auf gebrauchte Babykleidung und Spielzeug zurück. Häufig wurden diese Dinge schließlich nur wenige Male getragen oder bespielt und befinden sich in einem sehr guten Zustand.
Durch den bewussten Kauf von Second-Hand-Artikeln lässt sich aber nicht nur Geld sparen, auch die Umwelt wird entlastet. Weniger Neukäufe bedeuten nämlich weniger Produktion, weniger Verpackungsmüll und einen geringeren Verbrauch von Rohstoffen. Außerdem fördert der wiederholte Gebrauch den verantwortungsvollen Umgang mit Gütern und schafft ein Gefühl der Wertschätzung für das, was man besitzt.
Stoffwindeln als umweltfreundliche Alternative
Stoffwindeln sind eine nachhaltige Alternative zu Einwegwindeln, da sie sich mehrfach verwenden lassen und dadurch den Müll erheblich reduzieren. Zwar sind sie in der Anschaffung zunächst teurer, aber über die gesamte Wickelzeit fallen die Kosten deutlich geringer aus als mit Wegwerfwindeln. Viele Stoffwindeln bestehen obendrein aus natürlichen Materialien, die besonders sanft zur Babyhaut sind.
Tipp: Für Familien, die nicht direkt investieren möchten, gibt es inzwischen auch die Möglichkeit, Stoffwindeln zu leihen oder auszuprobieren.
Praktische und nachhaltige DIY-Produkte für Babys
Selbstgemachte Produkte ergänzen das nachhaltige Familienleben. Zum Beispiel lassen sich Feuchttücher ganz einfach aus Stoffresten und Wasser herstellen, ganz ohne Zusatzstoffe oder Plastikverpackung.
Auch natürliche Badezusätze wie Haferflockenbäder beruhigen die Babyhaut sanft und sind schnell selbst zubereitet. Für die Hautpflege bieten sich DIY-Mischungen aus wenigen, hochwertigen Ölen wie Mandel- oder Jojobaöl an, die besonders sanft zur empfindlichen Babyhaut sind. Diese einfachen Rezepte sind kostengünstig, reduzieren Verpackungsmüll und schaffen eine bewusste Verbindung zu den verwendeten Zutaten.
Praktische Spartipps für den Alltag
Im Alltag lassen sich mit einfachen Methoden die Kosten senken. Die gemeinschaftliche Nutzung von Babyausstattung, wie zum Beispiel das Leihen oder Teilen von Kinderwagen, Babyschalen oder Hochstühlen, spart Platz und verhindert unnötigen Neukauf. In vielen Städten entstehen genau zu diesem Zweck Netzwerke und Tauschbörsen, die Eltern zahlreiche Möglichkeiten zum Tauschen, Leihen und Verleihen eröffnen. Außerdem bringt das Teilen eine soziale Komponente mit sich und schafft Verbindungen innerhalb der Gemeinschaft.
Ein cleveres Energiemanagement im Haushalt schafft weitere Sparpotenziale. Kleine Maßnahmen wie der Einsatz von energiesparenden LED-Lampen, der Verzicht auf Stand-by-Modus bei Geräten und die Nutzung von programmierbaren Thermostaten führen beispielsweise zu messbaren Einsparungen bei den Strom- und Heizkosten. Für Familien mit Babys und Kleinkindern hilft eine gut geplante Raumtemperatur überdies, das Wohlbefinden der Kinder zu steigern und Überhitzung zu vermeiden.
Wie staatliche Unterstützung Familien entlastet
Die finanzielle Unterstützung vom Staat ist oftmals maßgeblich bei der Familienplanung. Neben Kindergeld und Elterngeld gehört der Kinderfreibetrag zu den bedeutendsten steuerlichen Erleichterungen. Dieser Freibetrag wird bei der Einkommensteuer berücksichtigt und mindert das zu versteuernde Einkommen, wodurch sich die Steuerlast reduziert. Ob der Kinderfreibetrag oder das Kindergeld finanziell günstiger ist, prüft das Finanzamt automatisch und entscheidet im Hinblick darauf, was für die Familie vorteilhafter ausfällt.
Auch wenn du Elterngeld beziehst, bringt dir das unter bestimmten Voraussetzungen zusätzliche Vorteile durch den Kinderfreibetrag. Dass beide Elternteile bei der Steuererklärung entsprechende Angaben machen, ist dafür allerdings ausschlaggebend. Eine rechtzeitige Beratung durch eine Lohnsteuerhilfe oder einen Steuerberater hilft, keine Ansprüche zu übersehen.
Auch der Mutterschutz ist diesbezüglich relevant. Er sichert nämlich die Gesundheit von Mutter und Kind ab und schafft durch finanzielle Leistungen wie das Mutterschaftsgeld zugleich eine wichtige Entlastung in der Übergangszeit zur Elternzeit.
Konkrete Tipps für den nachhaltigen Geldbeutel
Im Folgenden haben wir einige einfache und alltagstaugliche Tipps übersichtlich zusammengefasst, die dir und deiner Familie dabei helfen, mit kleinen Veränderungen nachhaltig zu leben und dabei spürbar Geld zu sparen.
- Babykleidung und Spielzeug aus zweiter Hand kaufen
- Stoffwindeln als nachhaltige Alternative nutzen
- DIY-Feuchttücher und Pflegeprodukte herstellen
- Babyausstattung gemeinsam mit anderen Familien teilen oder ausleihen
- Energiesparmaßnahmen wie energiesparende LED-Beleuchtung und intelligente Thermostate gezielt einsetzen
- Kinderfreibetrag in der Steuerplanung berücksichtigen
Nachhaltigkeit entsteht durch viele kleine Entscheidungen, die im Familienalltag gut umsetzbar sind. Gleichzeitig reduziert sich dadurch der finanzielle Aufwand. So entsteht Raum für einen bewussteren Umgang mit Ressourcen.
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